MANV

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MANV= Massenanfall von Verletzten und Erkrankten

Inhaltsverzeichnis

MANV 1

  • <50 Verletzte
  • Alarmierung: Eigene Rettungsmittel, OrgL, LNA, Notärzte, Feuerwehr, (SEG)
  • Die Nachalarmierung der Einsatzkräfte und -mittel obliegt dem Einsatzleiter unter Absprache mit dem LNA und OrgL.

Beispiele: VU Bus, Brand Wohnanlage


ManV 2

  • <500 Verletzte
  • Alarmierung: Benachbarte Rettungsmittel, SEG, OrgL, LNA, Notärzte, TEL, Feuerwehr,
  • Die Nachalarmierung obliegt der TEL/dem Einsatzleiter

Beispiele: Eisenbahnunglücke(Eschede 1998), Attentate(Oktoberfestanschlag 1980)

ManV 3

  • >500 Verletzte
  • Alarmierung: Länderübergreifende/internationale Hilfe, SEG, Benachbarte Rettungsmittel, Feuerwehr, OrgL, LNA, TEL, KatS-Einheiten

Beispiele: Flugtagunglück (Ramstein 1988), Tanklastzugkatastrophe (Los Alfaques 1978)

ManV 4

  • >1000 Verletzte
  • Zerstörte Infrastruktur, Behandlung erschwert, Selbst mit externer Hilfe kaum abarbeitbar

Alarmierung: Alles was verfügbar ist

Beispiele: Hamburger Sturmflut (1962), Elbehochwasser (2002), Anschlägen am 11. September 2001, aber auch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006


Überregionale Hilfeleistung beim MANV (ÜMANV)

  • Ü-MANV - S (Sofort): Verstärkung der Kräfte mit Rettungsmitteln zur Behandlung
  • Ü-MANV - T (Transport): Erhöhung der Transportkapazität
  • Ü-MANV - B (Behandlungsplatz): Anforderung eines Behandlungsplatz


Organisation eines ManV

Patientenablage

Übergabe der Patienten an die Notärzte außerhalb des Gefahrenbereiches. Durchführung der ersten Triage. Registrierung der Patienten.

Die DIN 13050 definiert die „Patientenablage“ folgendermaßen: Eine Stelle an der Grenze des Gefahrenbereiches, an der Verletzte oder Erkrankte gesammelt und soweit möglich erstversorgt werden. Dort werden sie dem Rettungs-/Sanitätsdienst zum Transport an einen Behandlungsplatz oder weiterführende medizinische Versorgungseinrichtungen übergeben. Dekontamination

Patienten dekontaminieren

Behandlungsplatz Bei nicht-ausreichenden Triage-plätze aufbauen zusätzlicher Behandlungsplätze.

Transport

Transport in Krankenhaus. Registrierung der Patienten.

(Hilfs-)Krankenhaus

Errichten eines Hilfskrankenhauses, falls Umkreis-Krankenhäuser belegt sind.

Rettungsmittelhalteplatz

Übergabeort der Patienten an die Transportmittel

Bereitstellungsraum

Aufstellungsraum der Alarmierten Einheiten, welche noch nicht eingesetzt wurden.

Verfügungsraum

Sammelplatz von überörtlichen Einheiten, die noch keine Einsatzort zugewiesen bekommen haben. Sammelraum

Betreuung und Versorgung Unverletzter

Standort des KIT-Teams, Unterstützung der Unverletzten beim Verarbeiten der Katastrophe.

Verletzten Kategorien

  • Rot 1/ akute,vitale Bedrohung Sofortbehandlung.
  • Gelb 2/ schwer verletzt/erkrankt dringende Behandlung.
  • Grün 3/ leicht verletzt/erkrankt spätere (ambulante) Behandlung.
  • Blau 4/ Ohne Überlebenschance, betreuende (abwartende)Behandlung.
  • Schwarz 5/ Tot
Persönliche Werkzeuge