Deutsches Rotes Kreuz DRK
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Das Deutsche Rote Kreuz zählt zu den großen deutschen Hilfsorganisationen und ist vor allem in der Internationalen Katastrophenhilfe anzutreffen. Aber auch weitere Interessante Aufgaben werden durch die Helfer des DRK bewältigt.
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Entstehung
Vorgeschichte
Das Deutsche Rote Kreuz entstand aus einer Idee des Schweizer Bürgers Henry Dunant (1828-1910).
Dieser war am Freitag den 24. Juni 1859 auf dem Weg zu dem französischen Kaiser Napoleon III als er in Solferino unvermittelt und ohne Vorahnung als Reisender mitten in eine gewaltige Schlacht stolpert. Die Truppen von Napoleon III und dem österreichischem Kaiser Franz-Josef waren ebenfalls unvermutet aufeinander getroffen und hatten sich eine 15 stündige Schlacht geliefert.
Aus der Bilanz dieses Tages gehen etwa 40.000 Tote und verwundete Soldaten hervor. Weitere 40.000 Mann sind an Fieber erkrankt und an dessen Folgen gestorben. Verletzte werden einfach liegengelassen und teilweise von abrückenden Soldaten über den Haufen getrampelt oder von Artilleriegeschützen überrollt. Henry Dunant ist geschockt über diese Tatsache und organisiert die Hilfe durch freiwillige Bürger des Nahe gelegenen Castiglione. Er hilft den verwundeten ohne auf deren Herkunft oder Rasse zu achten und rettet so vielen Soldaten das Leben. Einige Monate nach der Schlacht schreibt Dunant ein Buch über die schrecklichen Ereignisse und macht auch einige Vorschläge, um derartige Zustände in Zukunft zu verhindern.
Folgende Vorschläge werden durch Henry Dunant unterbreitet:
1. Gründung von nationalen Hilfsgesellschaften für Verwundete im Krieg
a) Werbung von Freiwilligen b) Ausbildung der Freiwilligen c) Einsatz der Freiwilligen zur Hilfe und Pflege (in Zusammenarbeit mit dem Militär)
2. Internationale, rechtsverbindliche Übereinkunft als Grundlage für die Gründung von Hilfsgesellschaften
Die Gründung
Im Jahre 1863 gründet die Genfer Gemeinnützige Gesellschaft, das so genannte Genfer Komitee der Fünf. Mitglieder des Komitees sind : Dr. Loius Appia, Guillaume-Henri Dufour, Dr. Théodore Maunoir, Gustav Maynier und Henry Dunant
Noch im selben Jahr findet in Genf eine internationale Konferenz statt. Im wesentlichen wird beschlossen, dass nationale Ausschüsse gegründet werden. Desweiteren wird die weiße Armbinde mit rotem Aufdruck zum internationalen Schutzzeichen für Helfer erklärt.
Die erste Hilfsgesellschaft die auf der Basis dieser Beschlüsse gegründet wird, ist der Württembergische Sanitätsverein von 1863.
1921 schließen sich offiziell mehrere Sanitäts- und Frauenvereine zum Deutschen Roten Kreuz zusammen.
Das Genfer Komitee der Fünf wird 1875 zum Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK).
Aufgabengebiete
- Breitenausbildung in Erster Hilfe
- Absichern von Veranstaltungen und Festen (Sanitätswachdienst)
- Transport von bedürftigen Personen ((Behinderten-)Fahrdienst)
- Unterstützung und Mitwirkung im Rettungsdienst und Krankentransport
- Rettungsdienst am Berg (Bergwacht)
- Wasserrettungsdienst (Wasserwacht)
- Versorgung und Betreuung von Hilfebedürftigen bei Großschadenslagen
- Sicherstellung der ausreichenden Verfügbarkeit von Blutkonserven
- Familienzusammenführung und Identitätsklärung (Suchdienst)
- Migrationshilfe
- Alten- und Krankenpflege
- Kinderbetreuung (in KiTas)
- etc.
Struktur innerhalb der Bundesverbände
Bundesverband (Das DRK)
Der Bundesverband vertritt die 19 Landesverbände und den Verband der Schwesternschaften auf Internationaler Ebene. Derzeit gibt es im Bundesgebiet über 4 Millionen Förder- und ca. 370.000 aktive Mitglieder.
Die Geschäftsstelle des DRK ist das Generalsekretariat.
Die aktiven Mitglieder werden in Ortsvereinen oder Kreisverbänden Organisiert.
Verband der Schwesternschaften und Landesverbände
Im Deutschen Roten Kreuz gibt es derzeit 19 Landesverbände und einen Verband der Schwesternschaften. Sie ergeben sich aus der Aufteilung Deutschlands zu Entstehungszeiten.
Im folgenden sind dies:
- Baden-Württemberg e.V.
- Badisches Rotes Kreuz e.V.
- Bayerisches Rotes Kreuz
- Berliner Rotes Kreuz e.V.
- Brandenburg e.V.
- Bremen e.V.
- Hamburg e.V.
- Hessen e.V.
- Mecklenburg-Vorpommern e.V.
- Niedersachsen e.V.
- Nordrhein e.V.
- Oldenburg e.V.
- Rheinland-Pfalz e.V.
- Saarland e.V.
- Sachsen e.V.
- Sachsen-Anhalt e.V.
- Schleswig-Holstein e.V.
- Thüringen e.V.
- Westfalen-Lippe e.V.
- Verband der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e.V.
Schwesternschaften und Kreisverbände
In Deutschland gibt es derzeit 34 Schwesternschaften und über 500 Kreisverbände. Die Schwesternschaften haben nur einen Dachverband, während die Verwaltung der Kreisverbände auf 19 Landesverbände aufgeteilt ist.
Gemeinschaften und Ortsvereine
Die aktiven Mitglieder sind in aller Regel bei einer der 13.000 Gemeinschaften oder einem von 5.000 Ortsvereinen angemeldet, um dort den Zahlreichen Aufgaben des DRK nachzugehen.
